PR-Couch TEIL 26
Medienbeobachtung - Monitoring
Der
Begriff Monitoring steht für jegliche Erfassung von Zuständen, Überwachung,
Beobachtung. Primär kommt dieser Begriff aus der Naturwissenschaft und steht
dort für eine induktive Analyse beobachteter Prozesse. Im publizistischen
Bereich bezeichnet es ein gezieltes und systematisches Beobachten oder
Kontrollieren der Medieninhalte als aktive Dienstleistung für sich oder für
andere. Es wird also festgestellt, wie über Personen, Unternehmen, Produkte und
Sachverhalte in den Medien berichtet und geurteilt wird.
Wie
erfolgreich eine PR-Kampagne gelaufen ist, kann man u.a. anhand der Resonanz in
den Medien ermitteln. Basierend auf diesem Informationsbedürfnis entstanden die
Presse- und Ausschnittdienste. Heutzutage wird dies unter dem Begriff
„Clipping“-Dienste (siehe PR-Glossar) eingeordnet. Deren Ergebnisse werden dann
entweder per Post, Fax oder e-mail dem Kunden zugestellt.
Die
Gründe, warum ein Kunde (wie z.B. Unternehmen, Organisationen, PR-Agentur usw.)
diese Dienste in Anspruch nimmt, können sehr unterschiedlich sein. Am
häufigsten nachgefragt werden derartige Dienstleistungen von Unternehmen und
ihren PR-Abteilungen. Einerseits können sie als ein Monitoring-Service für ein
ausschließlich firmeneigenes Intranet interessant sein (allerdings ist dies
lizenzpflichtig). Andererseits werden sie von der Öffentlichkeitsarbeit vor
allem zur Recherche und für eine Medienresonanzanalyse (Dabei handelt es sich
um eine Effizienzkontrolle. Den Medienberichten werden die an die Medien
übermittelten Informationen/Botschaften gegenübergestellt.) genutzt.
Je
nach Kundenwunsch können eine Vielzahl an Medien beobachtet werden – wie
Fernsehen, Radio, Printmedien, Onlinemedien. Die Medienbeobachtungsagentur
stellt dann für seinen Kunden ein Clipping oder einen Pressespiegel zusammen.
Diese Dienste ersparen dem Kunden sowohl Zeit als auch Kosten.
Durch
die steigende Präsenz aller Medienarten im Internet ergibt sich für die PR in
den letzten Jahren auch zunehmend die Notwendigkeit, die Evaluation (siehe
PR-Couch Teil 7) auf das Internet auszuweiten bzw. auch die Möglichkeit,
Informationen aus dem Netz zu gewinnen. Gegenwärtig
gibt es bereits zahlreiche Agenturen, die Web- oder Internet-Monitoring
anbieten. Noch beschränken sie sich meist auf die Beobachtung der
Online-Medien. Teilweise wird die Beobachtung aber auch schon auf Newsgroups,
Chats, Verbraucherseiten u.a. ausgeweitet, damit man frühzeitig die
Meinungsbildungsprozesse erfassen kann.
Vertiefende Literatur:
Schmidt, Siegfried J.: Die Welten der Medien. Grundlagen und Perspektiven der Medienbeobachtung. Vieweg Verlagsgesellschaft, 1996
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