PR COUCH TEIL 16
IMAGE
Der
Begriff Image (engl.: Bild, Abbildung) beschreibt im Allgemeinen die Gesamtheit
aller Vorstellungen, Erwartungen, Ideen, Gefühle, die mit einer oder mehreren
Personen, einer Nation, einer Organisation, bestimmten Gegenständen oder
Markenartikeln verbunden wird. Konventionen, Traditionen, momentane Trends,
Emotionen und auch Vorurteile bzw. Stereotype sind für die Prägung eines Images
mitverantwortlich. Grundsätzlich wird zwischen dem Eigenimage (wie man sich
selbst sieht) und dem Fremdimage (wie andere einen sehen) unterschieden.
Der
Träger eines Images ist meist bemüht, selbiges zu verstärken, um dadurch seine
eigene Bedeutung zu heben oder seinen Einfluss zu verbessern. In Folge sichert
er damit auch seine wirtschaftliche Rolle in der Gesellschaft. Diese
Reputationssteigerung versucht man vor allem auf einer positiven Emotions-
und Sympathieebene
zu erreichen.
Imagefaktor
Ein
Image setzt sich aus einer Vielzahl einzelner, wertender Informationen
zusammen, die sich zu einem Gesamtbild über einen Imageträger vereinen. Es gibt
eine Unterteilung in zwei Imagefaktoren:
- die
realen, die rational wahrgenommen werden (Format eines Gegenstandes) und
- die
irrealen, die von emotionalen Werten (Gefühle) bestimmt werden.
Image
setzt sich u.a. aus folgenden Faktoren zusammen, die auch wechselseitig
aufeinander wirken:
Imageanalyse
Die
Unternehmensphilosophie, in der Grundeinstellungen, Werte und Normen des
Managements eines Unternehmens zum Ausdruck kommen, ist von wesentlicher
Bedeutung. Daraus ergibt sich auch die Entscheidung über das „Soll-Image“ eines
Unternehmens. Durch gezielte PR-Maßnahmen soll ein positives Image vom
Unternehmen oder Produkt bewusst gemacht und eine kontinuierliche Verbesserung
des Images erreicht werden.
Unternehmensimages sind zu einem
maßgeblichen Wettbewerbsfaktor geworden, der jedoch oft unterschätzt wird. Der
wirtschaftliche Erfolg ist in hohem Maße auch von der öffentlichen
Positionierung eines Unternehmens abhängig.
Basis
jeglichen Kommunikationskonzeptes ist eine gewissenhafte
Analyse der Ausgangssituation. Teil dieser Situationsanalyse ist die Imageanalyse,
in der eigene und fremde Images eines Unternehmens, einer Organisation oder
einer Institution untersucht werden.
Ziel der Imageanalyse ist es, eine Bestandsaufnahme
des momentanen Images durchzuführen. Auf Grund dieser „Ist-Aufnahme“ wird eine
„Stärken-Schwächen-Analyse“ vorgenommen, um den momentanen
Zustand des festgestellten Images bewerten zu können. Eine Grundlage für die
Feststellung der eigenen Stärken und Schwächen kann z.B. ein Vergleich mit
Mitbewerbern bieten.
Anschließend findet ein Vergleich mit dem
„Soll-Image“ statt. Dadurch wird festgestellt, welche Faktoren mit
imagebildender Wirkung einer besonderen Pflege bedürfen.
Die Stärken-Schwächen-Analyse ist also der
Ausgangspunkt für die darauf folgenden PR-Strategien zur Beeinflussung des Images in die gewünschte
Richtung. (Siehe PR-Couch Teil 6, Juni 2004)
Vertiefende Literatur:
Buss,
Eugen (u.a.): Image Management. Wie Sie
Ihr Image-Kapital erhöhen! Erfolgsregeln für das öffentliche Ansehen von
Unternehmen, Parteien und Organisationen. Frankfurter Allgemeine Buch,
Oktober 2000
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