Die Firma
Fiessler Elektronik zeigt auf der Euroblech 2008 in Hannover das Abkantpressenabicherungssystem AKAS® -3 der 3.Generation. Dieses Sicherheitssystem
beinhaltet die Erfahrung aus über 10 Jahren AKAS ® -I und AKAS®-II. Sicherheit,
Produktivität und Bedienerfreundlichkeit sind oberstes Ziel dieses Sicherheitskonzeptes
für Gesenkbiegepressen. Der Vertrieb in Österreich erfolgt über Contra
GmbH, Lieferant von
Industriekomponenten.
Weit über
1500 gebrauchte Gesenkbiegepressen wurden in der Zwischenzeit mit dem AKAS®
ausgerüstet. Für alle gängigen Gesenkbiegepressen sind entsprechende
mechanische Anbausätze sowie die elektrische Einbindung erhältlich. Somit ist
das sicherheitstechnische Aufrüsten auch
von älteren Gesenkbiegepressen
mit dieser bewährten Schutzeinrichtung möglich. Für den Maschinenbetreiber
bedeutet dies, die Möglichkeit der Bereitstellung eines sicheren Arbeitsplatzes entsprechend den gesetzlichen
Vorschriften mit gleichzeitiger Verbesserung der Sicherheit und Produktivität.
Auch ThyssenKrupp Aufzugswerke GmbH in Neuhausen bei
Stuttgart hat sich für die Ausrüstung ihrer Gesenkbiegepressen zur Sicherheit
für Finger oder Hand entschieden.
Diesen Text und Bilder finden Sie auch unter http://www.berenika.at/pms_kunden/pms_kunden_contra.php
Firmenprofil:
Contra GmbH, der
Lieferant von Industriekomponenten, wurde Ende 1982 gegründet. Die Firma bietet Industrieelektronik für die
Automatisierungstechnik an und unterstützt bei kundenspezifischen Projekten.
Betreut werden Kunden aus allen Industriebereichen, der Automatisierungstechnik
sowie im Maschinen- und Anlagenbau. Den osteuropäischen Markt (PL, CZ und SK)
betreuen die Auslandstöchter. Das Produktangebot umfasst drei Produktlinien:
Anzeige- und Bediensysteme, Industrie-Sicherheitskomponenten sowie
Drehzahlmessung -auswertung und -überwachung.
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Rückfragen
richten Sie bitte an: |
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Ing. Manfred
PETSCH |
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Tel. 01/278
25 55-0 |
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Fax 01/278 25
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Pressekontakt
– Anforderung von Bildmaterial, etc.: |
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Berenika PR
& Event |
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Tel.
02239/345 31 |
Praxisbericht GESENKBIEGEPRESSENABSICHERUNG
Das Arbeiten
an einer Gesenkbiegepresse ist mit einem erheblichen Gefahrenpotential
für den Bediener verbunden. Häufig ist auf Grund der Werkstückgeometrie ein
sehr dichtes Arbeiten an der Biegelinie notwendig (s. Bild1). Auf dieser Biegelinie fährt in
der Regel das Oberwerkzeug in die V-förmige Matrize und formt dabei das
abzukantende Blech zu dem gewünschten Winkel. Wird die Presse geschlossen und
befindet sich nun Hand oder Finger zwischen Stempel und Matrize, hat dies in
der Regel fatale Auswirkungen für den Maschinenbediener. Ein Unfall in dieser
Situation ist nicht selten mit Verlust von Finger oder Hand verbunden. Der
betroffene Mitarbeiter hat nach einem solchen Unfall oft nur noch eine
eingeschränkte Lebensqualität. Zusätzlich entstehen dem Betrieb hohe Kosten
durch Arbeitsausfall, Rehabilitation und Versicherungsansprüche.
Aus diesen
Gründen schreiben die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften Schutzmaßnahmen für die Vermeidung von
Unfällen an Gesenkbiegepressen vor.
Solche Maßnahmen sind zum Beispiel Zweihandeinrückungen (diese Sicherheitseinrichtung ist entsprechend der EN12622 als alleiniger Schutz für den Eilgangbetrieb nicht mehr zulässig). Bei Zweihandeinrückungen ist der Bediener während der Schließbewegung gezwungen beide Hände auf den Betätigungstastern zu lassen, damit ein Zufahren der Presse möglich ist. Dies hat aber den Nachteil, dass bei kleinen Werkstücken das Halten und Führen des Werkstücks nicht möglich ist. Ebenfalls bedeutet diese Absicherung auch eine erhebliche Einschränkung in der Produktivität der Anlage. Zusätzlich ist eine weitere Person durch diese Maßnahme nicht gesichert.
Aus diesen
Gründen werden in der Praxis diese Schutzeinrichtungen häufig
überbrückt. Die Gesenkbiegepresse wird unsicher im reinen Fußpedalbetrieb
zugefahren. Das heißt, der oder die Bediener arbeiten ohne
Sicherheitseinrichtung an der Gesenkbiegepresse. Das Betreiben einer solchen
Maschine ohne aktive Sicherheitseinrichtung ist aber gesetzeswidrig.
Eine weitere Eigenart von Gesenkbiegepressen sind die Losgrößen der Werkstücke, die auf der Maschine bearbeitet werden sollen. Auf manuell bedienten Pressen werden kleinere bis mittelgroße Stückzahlen produziert. Kleine bis mittelgroße Losgrößen erfordern ein häufiges Wechseln der Werkzeuge.
Erste
Erfahrungen mit diesem Sicherheitskonzept konnte das ThyssenKrupp
Aufzugswerk an einer neuen Gesenkbiegepresse sammeln, die mit diesem System vom Hersteller der Presse entsprechend der
prEN12662 (Sicherheit von Werkzeugmaschinen – Hydraulische Gesenkbiegepressen)
schon ausgerüstet war.
Aus der
Notwendigkeit die Produktivität bei maximalen Sicherheit zu erhöhen und auf
Grund der guten Erfahrungen mit der einfachen Bedienung des Systems entschloss
man sich, 4 weitere Gesenkbiegepressen, die bisher mit einer
Zweihandeinrückung ausgerüstet waren, mit dem System AKAS® nachzurüsten. (Bild 2)
Das
Abkantpressenabicherungssystem AKAS® (Bild 3) besteht aus einem 3 dimensionalen Laserschutzfeld, das zwischen
dem AKAS® Sender und Empfänger unterhalb des Oberwerkzeugs aufgebaut ist.
Sobald sich ein Körperteil im Schutzfeld bzw. auf der Biegelinie befindet, wird
die gefährliche Bewegung verhindert oder sicher gestoppt.
Ungeachtet dessen können Kleinteile mit diesem System sicher abgekantet werden, ohne dass eine Einschränkung bezüglich der Sicherheit für den Maschinenbediener erfolgen muss.
Entsprechend
dem europäischen Normentwurf prEN12622 ist diese optische
Sicherheitseinrichtung mit einem Laser als Lichtquelle ausgerüstet. Der
sichtbare Rotlichtlaser ermöglicht durch seine speziellen Eigenschaften den
Einsatz auch bei spiegelnden Oberflächen ohne die Sicherheit durch eventuelle
Umspiegelungen einzubüßen bzw. den Bediener zu blenden.
Das 3-dimensionale
Schutzfeld ist so ausgelegt, dass das Sicherheitssystem unempfindlich gegen
Maschinenvibrationen und Fremdlicht ist. Für verschiedene Werkstückformen
stehen dem Bediener die beiden einfach anzuwählenden Betriebsarten Flachkanten
oder Kastenkanten zur Verfügung. Durch eine sehr kurze Systemreaktionszeit kann
mit dieser Sicherheitseinrichtung eine maximale Produktivität bei
gleichzeitig hohem Sicherheitsniveau erreicht werden. Der kontinuierliche
Biegezyklus ohne Zwischenstopp für alle Werkstückgeometrien ist ebenfalls
positiv für die Produktivität der Gesenkbiegepresse.
Wichtig bei
jeder Sicherheitseinrichtung ist die Bedienerfreundlichkeit. Nur wenn das
Sicherheitssystem vom Bediener akzeptiert wird, ist sicher gestellt, dass es in
der Praxis auch angewandt wird. Aus diesem Grund und zur Minimierung der
Rüstzeiten beim Werkzeugwechsel, sind beim System AKAS® Sender und Empfänger an
elektromotorischen Supports angebracht. Wird ein neues Oberwerkzeug, das sich
von der Höhe des vorherigen unterscheidet, eingespannt, muss der Bediener
lediglich den Einstelltaster kurz drücken. (Bild 4)
Danach stellt
sich das Sicherheitssystem vollautomatisch auf das neue Oberwerkzeug ein. In
Abhängigkeit des Bremsweges der Gesenkbiegepresse wird der optimale Abstand zum
Oberwerkzeug einjustiert. Diese automatische Einstellung kann
Werkzeughöhendifferenzen bis zu 490 mm abdecken. Durch die einfache Einstellung
reduziert sich erheblich die Rüstzeit der Presse. Dies wirkt sich wiederum
positiv auf die Produktivität aus.
Das patentierte
vollautomatische Einstellsystem verhindert zusätzlich Justagefehler. Auch
bei seltenen Werkzeugwechsel weiß der Bediener sofort, wie die Justage
durchgeführt wird. Dadurch erhöht sich die Sicherheit des Systems sowie die
Verfügbarkeit der Anlage.
Neben der
Überwachung der Biegelinie in Eil- und Arbeitsgeschwindigkeit als Klemmschutz
von Finger oder Hand kontrolliert dieses Abkantpressenabsicherungssystem auch
die für die Abwärtsbewegung verantwortliche Hydraulik durch die integrierte EDM
(external device monitoring) Funktion. Zusätzlich Überwacht das System die
Einhaltung der Schleichganggeschwindigkeit (“safety speed“).
Denn erst
wenn eine Geschwindigkeit von v≤ 10mm/s erreicht ist darf entsprechend
der EN12662 das Schutzfeld in der vertikalen Ebene ausgeblendet werden. Dies
ist nur in Kombination mit einem sicheren 3-Positions Fußpedal zulässig. Das
System AKAS® bietet nicht nur Sicherheit für Finger oder Hand sondern übernimmt
auch den Schutz der Maschine und bietet dadurch wiederum indirekte
Personensicherheit. Sind die Werkzeug- und Materialparameter nicht korrekt,
verhindert diese Sicherheitseinrichtung das Zufahren der Presse und schützt
somit den Bediener gegen das Herausschießen von Werkzeugteilen durch ein
mögliches „Sprengen“ von Stempel und/oder Matrize. Einschließlich der
vorgeschrieben Nachlaufkontrolle beim ersten Hub bietet das Abkantpressenabsicherungssystem AKAS® die
komplette Sicherheit für Gesenkbiegepressen entsprechend Kat. IV ( EN954 ) und Sil 3 (IEC62061).
Weitere
Informationen unter www.fiessler.de oder
beim Österreich Partner www.contra.at