Die Angst vor dem Chef
Offenheit im
Umgang mit der Angst am Arbeitsplatz ist gefordert
Führungsdialog
ist zur Prävention und als Lösungsweg wirksam
Wien, 30. Jänner 2012 – Sind
der Chef oder die Chefin wirklich die unbeliebtesten Gesprächspartner wie
Studien (Kruger et al. 2008) zeigen und welche Folgen hat das? Das – im Zeichen
von steigenden Burn-Out-Raten – topaktuelle Thema beleuchtete der
k47-Businesstalk am Freitag, 27. Jänner 2012.
Zum 12. Mal begrüßte
Direktor Jochen Ressel im k47 Business Member Club zum Themenkreis „Performance
Management“. Gastgeber Dr. Lambert Gneisz, Erfinder der Performer®-Methode diskutierte
am Podium unter der Moderation von Mag.a Regina Gruber, CMC
(Geschäftsführerin CorpFeedback) mit 50 Gästen und den Fach-Referenten Dr.
Brigitte Bösenkopf (Generalsekretärin Arbeitsgemeinschaft für Präventivpsychologie,
Buch-Autorin und seit mehr als 20 Jahren Wirtschaftstrainerin) und
Performer-Anwender Direktor Manfred Führer (technischer Direktor SMZ-Ost
Donauspital und Einsatzleiter beim Samariterbund in Krisensituationen).
Von der Angst- zur Feedback-Kultur
Eine deutsche Studie
bestätigt, dass 88% der Arbeitnehmer Konflikte und Angst mit dem Chef verbinden,
jeder fünfte deutsche Arbeitnehmer hegt zeitweise sogar Hassgefühle gegen
seinen Chef. Dr. Brigitte Bösenkopf erläutert die Gründe für diese „Angst“. In
streng hierarchisch geführten Unternehmen haben Autorität und Kontrolle eine
hohe Bedeutung. Wenn jedoch Menschen generell Angst am Arbeitsplatz haben,
„stimmt in der Unternehmenskultur etwas nicht“. Die Folge sind extreme
Stresszustände, die von erhöhten Krankenstandstagen bis zum Burn-Out führen. Der
daraus entstehende wirtschaftliche Schaden ist massiv. Entgegensteuern können
Führungskräfte in dieser Situation effektiv durch eine gute Feedbackkultur. Wertschätzender
Umgang, auch bei Kritikpunkten, und Offenheit mit und zu den Mitarbeitern, den
Vorgesetzten oder Teamkollegen schaffen und erhalten einen Zustand - frei von Angst.
Balanceakt für Führungskräfte zwischen „Offenheit und Nähe“
Direktor Manfred Führer stellte
dar, dass Angst aus weiteren Gründen entsteht. Eine schlechte
Organisationsstruktur, unklare Zuständigkeiten und eine nicht ausgewogene
Balance zwischen Respekt, Distanz und Kollegialität münden in Angst bei Mitarbeitern.
Übt der Vorgesetzte Druck aus, eskaliert die Lage. Eine offene Gesprächskultur und
der Einsatz von modernen Dialoginstrumenten können das Vertrauen in den Chef
erhöhen, um dieses Risiko abzufangen. Im internationalen Katastrophenschutz
zeigt sich, dass persönliche Ängste auf den Einsatzleiter projiziert werden,
betont Dir. Führer. Umso wichtiger ist dort ein einwandfreies kollegiales
Verhältnis, um den Teammitgliedern die Angst zu nehmen.
Verantwortung der Führungskräfte: Burn-Out bis Suizid
Klare Signale, wie bei
einer Ampel, sorgen für Erleichterung im Leben einer Führungskraft, erklärt Dr.
Lambert Gneisz seine Messmethodik, die aufzeigt, wie Führungsleistung
wahrgenommen wird. Seit 10 Jahren bietet Dr. Gneisz Führungsimpulse und liefert
„ent-emotionalisierte“ Stimmungsbilder aus dem Unternehmen. Als größte Risikofaktoren
beschreibt er die Angst um den Arbeitsplatz, Mobbing und das Übersehen von
wertvollen Mitarbeitervorschlägen im Tagesgeschäft durch den Geschäftsführer. Erschreckend
sind Mitarbeiteraussagen wie (Zitate) „Warum dürfen Führungskräfte
terrorisieren und ruinieren …“ oder „es gibt Menschen, die sehnen sich nach dem
Tod ...“ Wie groß muss die Verzweiflung sein, dass Mitarbeiter Todessehnsüchte
entwickeln? Offenbar fehlt es an Vertrauen, um Probleme offen anzusprechen. Könnte
das mit Führung zu tun haben?
Fazit: Führungskräfte vollziehen einen Balanceakt zwischen
Nähe und Distanz und tun gut daran, kritische Themen frühzeitig zu erkennen und
rechtzeitig gegenzusteuern. Zielgerichtete Kommunikation und die Abklärung von
wenigen, aber wichtigen Dingen mit anschließender Ergebnisreflexion können die
Angst vor dem Chef im Tagesgeschäft wirksam abbauen. Wiederkehrende Einladungen
zum Dialog via Internet haben sich zur Prävention bestens bewährt. Dr. Gneisz:„Die
Wirkung der eigenen Führungsarbeit zu sehen ist naturgemäß der größte blinde
Fleck von Führungskräften. Das kann zu teuren Problemfeldern führen und wäre durch
einen modernen Führungsdialog zu vermeiden.“
Über die Performer®-Methode:
Der Performer® ist ein
Unternehmens-Radar. Er zeigt einfach und objektiv die wahrgenommenen
Managementaktivitäten und übersetzt Soft-Facts in harte Zahlen. Wiederkehrende,
standardisierte Umfragen in Form von „Kurzdialogen“ mit den Mitarbeitern liefern
Sicherheit für die Führungsarbeit und entlasten die Entscheidungsträger.
Informationen zum Performer
und dem informativen Nachmittag im k47-Club
auf: www.derPerformer.at;
www.k47-vip-business-lounge.at
Rückfragehinweis: Performer
Management Instruments Dr. Gneisz GmbH
Parkring 10, 1010 Wien, Austria
M: post@derPerformer.at
T: +431 516 333-800
www.derPerformer.at
Facebook.com/derPerformer
Pressekontakt:
Berenika PR & Event,
Berenika Sterba
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