 Bernhard/Marcus
auf Wellness in Puchberg
Sommer 2010 – Der April bringt einige Regentage und deshalb gehen wir ins
Kino. Premiere für unseren ersten 3D Film (Drachenzähmen leicht gemacht).
Finden die Brillen sehr komisch und ohne zu schauen, wird einem
schwindlig. Marcus überlegt statt Keyboard mit Klarinette weiterzumachen
und versucht eine Schnupperstunde. Ist aber doch nicht so einfach, einen
Ton herauszubringen. Bleibt also bei den Tasten! Die Zeckensaison startet
und Papa beträufelt die Kater mit einem Mittel. Leider ist es so ölig (und
riecht nach Kokos), dass die armen Tiere leiden. Mama und die Tierärztin
baden die beiden mit speziellem Shampoo und versuchen ein anderes
Zeckenmittel – das klappt dann auch. Tofino, der schwarze Kater, beginnt
zu jagen und bringt immer wieder halbtote Vögel nach Hause. Mitten im
Wohnzimmer wird damit gespielt, die Federn fliegen und wir haben die
Bescherung! Mit der Schule gehen wir im Mai drei Mal schwimmen und haben
für 35 Kinder eine Sport-Lehrerin! Ziemlicher Tumult in der Garderobe und
bei den Übungen. Mama ist zwei Mal mit dabei und schwitzt im Badeanzug.
Traditionell sind wir beim Mai-Baum aufstellen dabei, auch ein kleiner
Regenschauer macht uns nichts. Die Feuerwehr hat wieder ihren Kran dabei
und wir schweben in luftige Höhen hinauf. Mama bewirbt sich um einen
Studienplatz und schafft die Aufnahmeprüfung Anfang Mai *) Bei der
Muttertagsfeier der Gemeinde sind wir mit dabei und singen und tanzen mit
unseren Schulfreunden für die „liebe Mutti“ im Saal. Mama wünscht sich
heuer einen Ausflug nach Podersdorf an den Neusiedlersee– weil dort die
Kite-WM stattfindet. Sonne, wenig Wind, dafür Action pur mit „riding board“
(eine Art Surfbrett mit Motor, das sich dreht – wie beim Rodeo Reiten),
Paintball und natürlich einer E-Boottour. Wir haben jeder eine
Holzperlen-Kette als Geschenk gebastelt. Bernhard’ hat mehr orange Kugeln,
so kann Mama die beiden unterscheiden. Nach einem wechselhaften April, ist
auch der Mai großteils verregnet bei nur 8 Grad. Daher in die Therme nach
Oberlaa. Zu Pfingsten, Ende Mai besuchen wir Ladka in Znaim und genießen
einen Tag Sonne im Garten. Anfang Juni hat Marcus sein Musikschulkonzert
und spielt „Fluch der Karibik“. In der Schule kämpfen wir mit dem kleinen
1x1 – vor allem die Reihen 6-9 fallen uns schwer und dann noch die
zweistelligen Minus-Rechnungen bis 100! So eine Plage. 3 Tage Puchberg mit
Mama entschädigen uns und wir erholen uns beim Ausflug mit der Zahnradbahn
auf den Schneeberg. Sehen viele Gemsen (und folgen ihnen natürlich mit dem
Gucker hinterher) auf den Schneefeldern, finden eine Marienkäfer-Kolonie
und sind sowohl Latschen-Wanderer zum Gipfelkreuz als auch „Zugführer“ bei
der Talfahrt im Salamander-Express. Das Wasser von Wanzi’s Biotop ist noch
zu kalt, aber Liegestuhl in der Sonne mit dem Nintendo in der Hand ist
auch entspannend. Das Schwimmbad gehört uns sowieso fast alleine, 45
Minuten im Infrarot, durchatmen im Sole-Bad und 3 x täglich 4-Sterne Essen
– wir sind richtige Wellness-Kinder. Vor allem die Teebar hat es uns
angetan, wir lieben Kamille mit Kandis. Papa überrascht uns mit einem
Kurzbesuch am Motorrad und nimmt uns am Parkplatz auf eine erste kleine
Runde mit! Endlich sind wir groß genug, um auf die Fußraster zu kommen.
Können es kaum erwarten, selbst zu fahren.
Endlich hat es 30 Grad und wir stellen im Garten den Pool auf. Für die
Katzen was neues und täglich hat der obere Wulst ein Loch von den
Versuchen, hinauf zu springen. Merlin, unser weiß-grauer Kater, fällt fast
hinein und Glücki, die Nachbarskätzin, macht es ihm nach. Verbrauchen
alles Flickzeug innerhalb einer Woche! Der Twins-Day am 13.6. mit Gaby und
Walter startet mit der Sommerrodelbahn und dann fahren wir in den
Nationalpark Donauauen. Pressen Blätter, lernen Tierstimmen, basteln
Tiermasken und Getränkedeckel in Form von Libellen. Ein super Tag –
bekommen einen Stein in Löwenkopfform (M) und ein T-Shirt (B). Unsere
Eltern sind inzwischen beim Frühschoppen im Fischerbräu und hören Jazz.

Bernhard/Marcus am Sportfest
Am Montag, 14.6. dürfen wir die Partnerschule in Ungarn besuchen.
Fahren schon früh um 7 Uhr los, am Vormittag Spiel & Spaß – obwohl wir
kein Wort verstehen – mit Hüpfburg, Fußballmatch (verlieren trotz Einsatz
von Bernhard am Feld und Marcus/Mama als Fans am Spielfeldrand 4:2) bei 30
Grad Hitze, wandern zu einer Quelle und dürfen am Nachmittag mit dem Kanu
auf der Raab paddeln. Eine Gewitterfront verhindert das gemütliche
Lagerfeuer, trotzdem schmeckt der gegrillte Speck hervorragend!
Die zweite Junihälfte ist meist verregnet, wir bewältigen daher einen
Video-Marathon. Alle 6 Teile von Star Wars an einem Wochenende. Tofino
bringt Vogel Nr. 4 und kommt mit einem verletzen Hinterlauf nach Hause.
Diagnose: Marderbiss bis auf den Knochen, braucht OP/4 Nähte und 10 Tage
Hausarrest sowie Käsepappel-Fußbad. Die Feuer zum Sonnwende-Wochenende
werden wegen Regen abgesagt und somit fällt auch die geplante Bergtour
nach Bischofshofen aus. Eine Woche später geht dann Papa mit uns zum
Kaiserstein – 5m hohes Lagerfeuer. Bernhard hat noch sein
Schlagzeug-Abschlussfest und danach lösen wir für Sebastian den
Geburtstags-Besuch im böhmischen Prater ein. Es gehen sich 3-4 Fahrten aus
und Zuckerwatte essen. Die Minigolf-Partie wird verschoben. Die letzten
Schulwochen stehen vor der Tür und wir machen einen Ausflug zum Lama und
Esel-Trekking, besuchen die Feuerwehr und haben ein Lesepuzzle-Projekt
sowie das große Sportfest. Marcus Gruppe gewinnt die Stationen und erhält
einen Gutschein für den Waldkletterpark. Dort waren wir schon mit Papa und
finden das super! Wir zählen die Tage bis zum Zeugnis und hoffen auf
Einser, denn wir wollen ferngesteuerte Autos! Am Zeugnistag wünschen wir
uns „running sushi“ - alles geht in Erfüllung, obwohl die Lehrerinnen uns
zu „mehr Bemühen“ ermahnen. Wir räumen die Schultaschen leer, füllen neues
auf und kaufen Häkelnadeln und Vokabelheft für die 3. Klasse ein. Bernhard
behält alle minikleinen Bleistiftreste! Bernhard In die Sommerferien
starten wir mit einem Besuch in Weigelsdorf bei Manfred & Herta (ehemalige
Nachbarn unserer verstorbenen Oma Eva) zum Baden und haben viel Spaß mit
den beiden auch beim Heurigenbesuch. Unseren zweiten 3D Film schauen wir
schon ganz alleine im Kino, Mama kauft inzwischen einen großen Koffer für
die USA-Reise ein. Sind vormittags im Sommerhort – leider heuer mit
weniger Programm, weil übersiedelt wird und viele Spielsachen verpackt
sind. Täglich wird was abgeholt und zum Schluss haben wir gar keine
Tische, Sesseln mehr. Bei der Themenwoche Griechenland gibt es eine
Olympiade und selbstgemachten gr. Salat und bei den Indianern basteln wir
aus Leder Geldbörsen und schauen den Film Bärenbrüder. Fahren mit dem
Roller nach dem Mittagessen alleine nach Hause und werden einen Tag von
einem Hund verfolgt. Bernhard schreckt sich und stürzt, schlitzt sich den
Handballen am Zaun auf und danach wollen wir nur abgeholt werden. Den
Besitzer sehen wir ein paar Tage später und Mama spricht ihn darauf an. Er
verspricht uns ein Eis am Tennisplatz. Marcus erzählt lustige Geschichten
und Witze wie „2 Hackl sitzen im Keller und stricken mit Öl“ die manchmal
keinen Sinn ergeben. Machen einen Badeausflug mit den Eltern in das Aubad
nach Tulln, weil dort ein See, Badesteg zum Reinspringen und zwei Rutschen
sind. Auch finden wir den Sand-Wasser-Spielplatz toll und viele Bäume als
Schattenspender. Bei 34 Grad im Juli tut Abkühlung im Liesingbach gut, der
Pool wird täglich benützt – die Katzen springen nicht mehr hinauf – und
wir testen auch mal das Kino im Auhofcenter. Weil Bernhard bei seiner
Bildersammlung aus der 2. Klasse gekränkt ist, dass er nicht so schön malt
wie Marcus, gehen wir ins Kunsthistorische Museum. Dort sieht er dann,
dass jeder Maler seinen eigenen Stil hat und ist etwas beruhigter.
Faszinierend findet er die vielen abgeschlagenen Köpfe (Motive Hl. Judith
und Christus-Kreuzigungen) der Renaissance Maler und die nackten Busen der
Barock-Schönheiten. Im Münzmuseum suchen wir die kleinste bzw. größte
Münze, finden eine mit Maria Theresia und auch Kaiser Franz Josef. Im
ägyptischen Teil bestaunen wir das mumifizierte Krokodil und bei den
Römern suchen wir die Cäsar-Statue. Das Freiluftplanetarium am Georgenberg
ist ein Reinfall, alles verwildert und lange nicht so toll, wie wir
erwarten – aber ein guter Platz zum Verstecken oder Fangen spielen. Ein
Besuch im Irrgarten & Labyrinth Schönbrunn mit vielen optischen und
akustischen Spielmöglichkeiten beendet den Juli. Im August planen wir eine
Woche Zeltlager/Juniorcamp und eine USA-Reise!
Hier unsere aktuellsten Sager:
(B) sagt Mamicko
(M *) was lernst du dort? Lesen und schreiben kannst du doch schon!
(M) Sprüche: Chinese, Japaner, Eule, Beule, Golatsche – Watsche.
Ein Lutschbonbon mit Pfefferminzgeschmack, alle Affen und Giraffen machen
„pssst-tick-tack“, alle Hühner im Stall machen „bog-bog“, machen „si-si-si“,
machen „no-no-no“, machen si machen no, machen Eskimo! |