
Schiff Ahoi
Sommer-Winter 2011 – Die Badesaison wird am 8. Juli eröffnet, es hat mehr
als 30 Grad und wir brauchen 5 Stunden, um in den neuen Pool Wasser
einzulassen. Das Wasser hat dann kühle 19 Grad und wir „bibbern tapfer“.
Im Sommerhort ist viel los: ZUMBA – macht uns riesigen Spaß zur Musik zu
tanzen, ein Ausflug in die Medienwelt zum ORF, wir basteln T-Shirts und
Fimo-Ketten und sind in der zweiten Woche ganz im Zeichen der Römer
unterwegs. Besuchen auch in Carnuntum die Landessaustellung. Unseren
Cousin Thomas holen wir vom Pfadfinderlager aus Gloggnitz ab und Papa
nimmt sich ein paar Tage frei „damit es Buben-Programm gibt“: wir fliegen
im Kletterpark von Baum zu Baum, im Mödlinger Bad geht es die Rutschen
rauf und runter, im Haus des Meeres schauen wir von der neuen Terasse auf
Wien hinunter, Bowling, Minopolis und das technische Museum dürfen nicht
fehlen. In der 4. Ferienwoche sind wir dann in Salzburg und machen mit
Tante Gerti ganz tolle Ausflüge: auf die Festung Salzburg, Hangar 7 mit
Flugzeugmuseum, nach Hellbrunn, ins Science Museum, Walzertanzen mit dem
Boot auf der Salzach, Fische fangen und natürlich grillt Onkel Andreas für
uns Jungs. Das Wetter schlägt um und es hat nur mehr 17 Grad.
Gut, dass uns die Eltern abholen und wir nach Kroatien weiterfahren! In
der Nähe von Rovinj haben wir uns in einer Appartementanlage für 2 Wochen
eingemietet. Das „Amarin“ hat Pool, Rutsche, eine Surf- und Segelschule,
Wassertrampolin mit Eisberg – wir finden eine Freundin (Oksana) und
bedauern sie, weil sie aus Deutschland mindestens 14-16 Stunden
Anreisezeit hat. Es ist sowieso von 10 bis 22 Uhr Action aller Art
angesagt. Unser Platz ist das istrische Wäldchen gleich beim Kiesstrand.
Beim Spazieren entdecken wir natürlich Krabben und tolle Steine, aber auch
die nächste Bucht mit FKK Anlage. Papa düst mit uns am Wassermoped (Waverunner)
über die Wellen und wir treffen ein Ausflugsboot mit „Nackerten“. Ein
Ausflug mit dem Auto nach Pula zeigt uns etwas von der istrischen
Landschaft, da wir auch nach 1,5 Stunden keinen Parkplatz finden – und
inzwischen schon alles aus dem Auto gesehen haben – fahren wir wieder
retour. Gut, dass unser Hotel ein Taxiboot hat. Miit dem geht es in 10
Minuten nach Rovinj in die Stadt zum Bummeln und Erkunden der alten
Gassen. Wir lassen uns Bart Simpson-T-Shirts drucken, bekommen Armbänder
mit Namen und staunen über die „kleinen Yachten“ im Hafen – das Beiboot
würde uns schon genügen. Beim abendlichen Boots-Törn in den Limski-Kanal
und rund um die roten Inseln, sieht nur Bernhard den versprochenen Delfin.
Der Rest der Familie begnügt sich mit der Landschaft und einem tollen
Sonnenuntergang. Abends gibt es Kinderdisco und Programm – von
Abba-Musical über Live-Bands bis zur Miss-Wahl. Wir bewerten die Damen im
Bikini aus der ersten Reihe, favorisieren die dunkelhaarige Italienerin,
aber leider: blondes Holland gewinnt. Überhaupt sind 80% der Gäste (wohl
auch, weil angrenzend ein großer Campingplatz dazu gehört) aus den
Niederlanden und fragen uns immer „netherlands?“ Nach unserer Rückkehr
sind wir am 15.8. sofort im „Fliegereinsatz“. Beim Jugendbewerb des
Modellfliegerklubs ist es am Vormittag noch heiß, aber etwas wenig Wind.
Marcus erreicht 19sec. und wird fünfter. Bernhard schafft 15 sec. und wird
neunter. Für alle Kinder gibt es schöne Preise und wir haben jetzt unseren
ersten eigenen Wecker, der blinkt, leuchtet, verschiedene Musik spielt.
Zum Schaufliegen am Nachmittag kommt es leider nicht mehr, Punkt 15 Uhr
wird es finster und ein Gewitter geht nieder.
Zu Mama’s Geburtstagswochenende lädt sie uns ins Vila Vita ins Burgenland
ein. Am Weg dorthin machen wir Halt im Outlet Center für coole Sportschuhe
und T-Shirts von Nike und Adidas. Dort radeln wir dann zum tiefsten Punkt
Österreichs, biken rund um die lange Lacke, ducken uns vor den
Tieffliegern, die die Stare in den Weingärten vertreiben, spielen
Minigolf, basteln ein Stofftier, schwimmen und freuen uns mit den Bräuten!
Sind bei drei Hochzeiten in der Anlage „Zaungäste“ – angeblich bringt das
Glück. An ihrem Geburtstag dann hat es unglaubliche 41 Grad. Es wird die
heißeste Woche des Jahres! Wir feiern mit Opa Ladi und Oma Traute bei
Baileys Torte, Muffins, Kindersekt und danach beim Griechen. Das Wetter
passt dazu. Kurz vor Schulbeginn bekommen wir unsere erste Zahnspange und
dürfen die Farben auswählen. Bernhard nimmt blau/grün und Marcus wählt
gelb/rot. Die ersten Tage sind gewöhnungsbedürftig, wir sollen 14 Stunden
schaffen – dh. nachmittags rein und über Nacht drinnen lassen.
Überraschenderweise ist unsere ehemalige Nachbarin Leonie (11) aus
Spanien/Teneriffa zu Besuch. Sie bleibt gleich über Nacht bei uns und wir
machen mit ihrer Mama einen Ausflug in den „Dialog im Dunkeln“. Eine
Erlebniswelt von Blinden für uns Sehende. Gefällt uns sehr gut.
Die 4. Klasse fängt mit der Schulmesse an und Marcus liest eine „Fürbitte“
für weniger Streit.
Wir geben einem Arbeitskollegen von Papas kanadischer Cousine „Herberge“
für 2 Nächte. Ein echter kanadischer Polizist – zeigt uns seine Marke -
auf dem Weg nach Kabul. Sehr aufregend, spricht zwar nur englisch, aber
ist supernett zu uns – ein Riegel von einem Mann. Natürlich gibt es
Schnitzel!Papa hat nämlich zeitgleich ein Firmentraining in der St.
Martins Therme und wir nutzen am Sonntag das Sommerwetter und besuchen
ihn, der Badesee hat aber nur mehr 21 Grad – also ab hinein in das 41 Grad
Thermenwasser.
 Bernhard;
Marcus Silvester 2011/12
Am In der zweiten Schulwoche holt die 4B ihre Lesenacht nach. Bernhard
hat einen neuen Schüler aus der Slowakei in der Klasse, der kein Wort
versteht und Marcus seine ehemalige Lehrerin wieder.Die Aussichten für die
ersten Schularbeiten sind trübe – die Grundrechnungsarten gehen ganz gut,
aber es happert mit der Rechtschreibung. Wir sollen Bildergeschichten
erzählen, direkte Rede nutzen, verschiedene Satzanfänge und mindestens 100
Wörter. Vor lauter Konzentration vergessen wir dann, ob das jetzt groß
oder klein gehört, stummes h, langes i, Doppel m – wie war das? Die Zeit
ist uns zu kurz, um alles gut durchzulesen. Also drängt uns Mama zum:
üben, üben, üben
Der Stress macht sich bei Bernhard gleich bemerkbar. Holt sich eine
Fieberblasenentzündung, die sich über das Auge ausbreitet. Natürlich an
einem Freitag Nachmittag, bis wir aus der Ambulanz wieder draußen sind,
vergehen 5 Stunden. Nach ein paar Tagen ist alles abgeheilt, aber der
Magen-Darm-Trakt spinnt sich jetzt aus. Armer Bub!
Im Oktober haben wir dann unsere ersten Schularbeiten (in Mathe sind wir
1er Kandidaten, in Deutsch leider nur eine 2) und auch Mama*s Uni-Lehrgang
fängt wieder an. Zu Monatsbeginn hat es noch warme 25 Grad und wir machen
eine Testfahrt mit einem VW Cabrio. Papa schaut, ob seine Ski in die
Durchreiche passen! Das schöne Wetter bringt ihm noch ein paar 2Rad-Touren
und uns einen Ausflug in die Amethystwelt nach Maissau. Wir werden auch
fündig beim Schürfen! Opa Ladi feiert seinen 70er und die ersten Frosttage
machen die Wiese im Garten weiß.
Ende Oktober besuchen wir die Burg Hohenwerfen und kommen bei der Führung
vom Kellerverlies bis in den Glockenturm. Auf der Mittenfeldalm beim
Hochkönig hat es sommerliche 28 Grad und wir spielen Bergfexen mit der
Salzburger Verwandtschaft. Zu Halloween gruseln wir mit Freund Florian in
der Gasse herum und beginnen unser „social life“ im Internet. Werden
Mitglieder in der Diddl-Welt und brauchen dazu eine E-Mail Adresse. Unser
10.Geburtstag rückt näher und wir dürfen uns ein Samsung Ace Smartphone
aussuchen. Ab jetzt sind wir definitiv Social Natives. Zum Geburtstag lädt
Marcus 3 Jungs und 3 Mädls zur Übernachtungsparty ein, selbstgemachte
Hamburger stärken für den Fernseh-Abend und die lange Nacht …. Die Party
ist ein Erfolg! Die letzten geben um 1.30 Ruhe und die ersten sind schon
um 6 Uhr wieder wach. Bernhard wird im Jänner mit 4 Kumpels die Monza
Kart-Halle mit dem Go-Kart unsicher machen.
Zu Weihnachten dekorieren wir heuer in weiß und grün und das Christkind
beschert uns ferngesteuerte Hubschrauber. Leuchten, blinken und haben
einen Scheinwerfer – cool! Der Jahreswechsel endet nach üppigem Raclette
dann ruhiger, weil aus dem Halsweh von Marcus eine eitrige Angina wird und
unser Gemeindearzt am 1.1. um 10 Uhr bei uns vorbeischaut. Trotzdem sind
wir um Mitternacht auf der Straße und lassen die Raketen steigen. Fahren
mit Verspätung nach Bischofshofen und erwischen noch das letzte
3-Stunden-Sonnenfenster zum Ski fahren. Danach fängt es zu schneien an …
und hört nicht mehr auf. Wenigsten haben wir dort Schnee: die Schneefräse
hilft, die Einfahrt frei zu bekommen, wir bauen eine Schneefrau, rodeln
und machen eine Schneeballschlacht. In Breitenfurt ist im Dezember immer
noch die grüne Wiese und stürmischer Wind.
Hier unsere aktuellsten Sager:
(B) ich zitter wie Helly = vor Kälte im Pool
(B+M) Speibeteil = obere Hälfte der Zahnspange … zumindest in den ersten
Eingewöhnungstagen
(B+M) Eierschneiderhose = zu enge Unterhosen/Slips
(M) ich lasse meine Braut in einer Limo liefern
(M) Das Bett muss nach Mama und Papa stinken, erst dann fühle ich mich
wohl. |